Unser erster, langer Tripp mit dem LOEF führte uns 2023 nach Korsika. Der Hinweg gestreckt über ein paar Tage mit Stopps in Bregenz am Bodensee, Lugano und Mailand. Dann haben wir die Fähre nach Bastia von Livorno genommen. Das würde ich wohl nicht mehr machen, da die Nacht vor der Morgenfähre ein Horror war. Es gab spontan keinen Stellplatz mehr für uns mit Hund und so haben wir direkt im Hafengebiet gestanden – keine gute Idee.

Aber die Schönheit von Korsika hat in den 17 Tagen danach alles wieder wett gemacht.
Wir haben auf der Insel insgesamt vier Campingplätze besucht, wobei wir keinen der Plätze im Vorfeld gebucht hatten.
Gestartet sind wir im Südosten auf einem Platz namens „Golfo di Sogno“ – ein schöner Platz mit einer Menge Stammgästen. Das macht die Suche nach einem schönen Platz ein wenig schwer, aber dennoch möglich. Der Strand ist toll und die Ausstattung auch wirklich gut – allerdings ist der Weg nach Porto Vecchio zu weit für einen Fussweg. Entweder Bus, Rad oder doch den Camper abbauen. Wir haben uns für das Rad entschieden. Wir waren dort 4 Tage und ich würde wieder kommen. Wir sind viel im Wasser gewesen, haben das SUP genutzt und ich habe das hügelige Hinteland für Touren auf dem Rad genutzt.



Da es an den Tagen am Meer sehr warm war, hat es uns dann erst einmal in die Berge gezogen. Direkt an einem gestauten Gebirgsfluss, so dass Baden auch hier möglich war. Der Campingplatz U Rosumarinu liegt zwar direkt an der Strasse, was aber nicht schlimm ist. Der Platz ist schmal aber auch hier war nach ein wenig Suche ein schöner Platz zu finden, an dem auch Platz für zwei Hängematten war.



Für Radfahrer ist der Ort ein toller Ausgangspunkt um den höchsten Pass Korsikas – den Col de Bavella – zu befahren. Eine recht lange, kurvige aber zumeist schattige Anfahrt und oben mit einer Menge Cafés und Restaurants für die nötige Erfrischung.

Aus dem Südosten zog es uns dann nach guter einer Woche in den Nord-Westen der Insel. Einer Empfehlung folgend in die Nähe von L´lle Rousse. Ein sehr schöner belebter Ort mit direktem Fähranleger nach Frankreich oder Italien. Der Platz der Wahl lag ein kleines bisschen weiter Richtung Calvi direkt am Meer. Camping de la Plage ist unspektakulär toll. Eigentlich wollten wir nur ein paar Tage bleiben und sind dann am Ende mehr als zehn Tage an diesem Ort geblieben. Obwohl die Anlage als solches sicher nicht die Modernste und Tollste ist, war gerade dieses Unaufgeregte genau das Passende für uns. Wir hatten sehr viel Glück mit einem sehr grossen Platz und waren in 2 Minuten im Meer.
Neben der Nähe zum Wasser habe ich aber auch sehr genossen, dass direkt zwischen Platz und Meer eine kleine Schmalspurbahn zwischen L`lle Rousse und Calvi fuhr, so dass kleine Ausflüge in die angrenzenden Städte sehr einfach möglich waren. Das tolle Hinterland haben wir zudem für ausgiebige Radtouren und kleine Wanderung genutzt.
Der fussläufig an den Platz angrenzende Ort Algajola ist zudem völlig ausreichend, für alles was man bracht und einen kleinen Bummel wert.
Die letzte Station führte uns dann noch einmal in die Berge nach Cabanella. Der gleichnamige Campingplatz war sehr einfach, aber lag wieder direkt an einem kleinen Fluss. Der Platz war eher für Durchreisende die auf dem Weg in die Berge eine Nacht halt gemacht haben.
Über Calvi sind wir dann am letzten Tag nach Genua mit der Fähre zurück aufs Festland. Während wir uns für den Hinweg fast eine Woche Zeit gelassen haben, haben wir den Rückweg dann in einer Hauruck-Aktion in einem Rutsch gemacht. Das wiederum kann ich niemandem empfehlen. Ausser dem Hund waren alle danach ein wenig gerädert.

















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